Münchenblog 02

Freitag, den 12. Mai 2006, 21:56.41 Uhr von David in der Kategorie

Das Mikrofon hat gestunken wie Arsch.

Schon mal in ein Mikrofon gesprochen? In eines, welches offensichtlich schon ein paar Jahre Sprache und Mundgeruch abbekommen hat? Nein, das ist kein schönes Thema. Ich weiß, dass ich dieses Mikro schon letztes Jahr in der Hand hatte. Und das Jahr davor wahrscheinlich auch. Aber in der Zwischenzeit muss es jemand in der Hand gehabt haben, der sich aus Prinzip nie die Zähne putzt. Oder sich die Zähne mit Knoblauch, Meerettich, Arsch und alten Socken putzt.
Oder mit Stinkbombenflüssigkeit gurgelt.
Oder alles zusammen.
Jedenfalls war der erste Heat von 18 Fahrern eine Qual. Den zweiten hatte Schützi zu belabern und ich konnte durchatmen. Im dritten Heat war es dann okay und im Fünften hatte ich bereits zwei Bier intus, da war es mir dann eh egal.

Die Etnies European Open 2006 in München (die zum neunten Mal stattfinden) stehen heuer, wie könnte es anders sein, unter dem Thema “Fußball” … Inklusive einer skatebaren Torwand auf der Fläche und zahlreicher Kickertische. Ich war nie ein Fan von Kickertischen, in erster Linie, weil ich mit fünf Mann auf einer Stange nicht klar komme. Aber hier ist das etwas Anderes. Hier gibt es zum Beispiel einen Kickertisch für zwei Personen. Oder einen Kickertisch für zwölf(!) Personen.

Der große Kickertisch sah heiße Schlachten mit bis zu 15 Bällen gleichzeitig. Superwitzig. Fast so witzig wie der Poser Bus, vor dem Conhuir Lynn posiert, oder Patrick Eling und Elmar “Eumel” Schaible, die tatsächlich Hand in Hand eine Runde um die Fläche drehten und damit für jede Menge heruntergefallener Gesichter sorgten. Merh zu den beiden in der Kickeria.

Das war ein guter Tag. Sehr entspannt. Und irgendwie finde ich es ganz schön geil, dass der eigentliche Contest erst morgen beginnt - denn heute war ja erst Pre-Elimination. Leider habe ich meinen Bluetooth-Adapter vergessen und die Bilder auf meinem Handy waren zu groß, als dass ich sie von selbigem per Email hätte schicken können, also musste ich sie beschneiden, was in den Briefmarken da oben resultierte. Pech. Morgen fotografiere ich direkt eine Nummer kleiner. Technikschiet 2: 24 Stunden Internet über Ethernet kosten 17 Euro(!) und dafür kann ich dann keine Emails verschicken und die Verbindung wird alle fünf Minuten unterbrochen. Internetzugänge in deutschen Hotels … Es gibt nur weniges, was mich mehr auf die Palme bringen könnte. Die sollen alle mal einen sorgfältigen Blick ins Kundenservice-Handbuch (oder in die Verfassung Estlands) werfen. Es ist echt zum Kotzen.

Jetzt gibt es eine kurze Nahrungsaufnahme und dann einen hoffentlich nicht zu langen Abend in der “Registratur” … Prost, ihr Säcke.

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Münchenblog 01

Freitag, den 12. Mai 2006, 10:00.44 Uhr von David in der Kategorie

Und wenn das Taxi vom Hauptbahnhof, zu dem ich mit einer sehr relativ schnellen S-Bahn (Herr Stoiber, die Idee mit dem Transrapid war vielleicht doch nicht ganz so schlecht - ihr Flughafen München FJS liegt immerhin kurz vor Nürnberg) kam, auf etwas einbiegt, was aussieht wie das Hamburger Schulterblatt in drei Kilometer lang (die Leopoldstraße), dann weiß ich es erst richtig: Ich bin in München.

Etwas über zwei Stunden vorher haben mich die verchromten Riesenfelgen eines großen Range Rovers zum Flughafen Hamburg gebracht (Danke Martin!), wo ich wenig später im Flieger auf Manni traf. Ich nenne ihn jetzt einfach mal Manni. Manni war Rock’n'Roller, mit langen, fettigen Haaren, Alibi-Tattoos (versteckt unterm schwaren “Go Fuck Yourself”-T-Shirt-Ärmel), und einem Hut, der jedes Truckstop-Mitglied neidisch gemacht hätte. Manni verfügte ferner über einen breiten, bayerischen Dialekt, verschwand noch vor dem Start zwei Mal gen Klo, bekam danach Niesanfälle vom anderen Stern und fiel kurz vor dem Take-Off in einen tiefen Schlaf, der erst durch die Landung beendet wurde.

Eingecheckt im Holiday Inn an der Leopoldstraße und mit dem Taxi zum Olympiazentrum gefahren, Rampen gucken. Schützi, Ruedi, Klaus und dem Rest der Crew artig “Guten Tag” gesagt und dann - von Schützis Rampenbaukünsten ein Mal mehr schwer beeindruckt - zum Kiosk um die Ecke, ein Helles im Sinn. Als ich dort ankam war klar, dass es nicht bei einem bleiben würde, denn im Biergarten davor saßen bereits Eumel und Eling. Später noch (zum ersten Mal) Hansi Kasparek getroffen und mal wieder festgestellt, dass dieses Blogdings einem eine ganze Menge Vorarbeit in Sachen Bekanntschaftsschluss abnimmt. Very nice. Mit Hansi, Bernhard Kitvarametha und einer kleinen Crew den Abend in einem gemütlichen Asiaten verbracht und zu vorgerückter Stunde zurück im Hotel noch vielen Leuten begegnet, die ich jetzt wieder ein gutes, halbes Jahr nicht gesehen habe. Allesamt guter Dinge. Das wird ein gutes Wochenende.

Ich habe auch schon Aschenbecher gesehen, in denen ein Sticker mit durchgestrichener Kippe klebte. In solchen Situationen ist es irgendwie immer schwierig, den Kopf von der nächsten Wand fern zu halten.

BMW steht übrigens für “Bitch, Mach’ Weiter!”

Haben wir gestern mal so festgestellt.